Methodik & Grenzen
Jede Zahl nennt, worauf sie beruht — und was sie nicht kann.
Eine Auswertung, die ihre Grenzen benennt, ist verlässlicher als eine, die alles verspricht. Deshalb trägt jede Kennzahl ihre Definition, ihre Datengrundlage und den Anteil der Belege, auf denen das nötige Feld überhaupt steht.
Vor jeder inhaltlichen Aussage steht die Frage, wie belastbar der Bestand ist. Die Auswertung weist deshalb offen aus, wie sicher die Kernfelder erkannt wurden, wie viele Belege positionsgenau vorliegen und welche Beträge nach welcher Regel aus der Betrachtung ausgeschlossen wurden — Intercompany-Verrechnungen etwa, oder Belege mit unplausiblen Beträgen. Diese Bereinigung ist einsehbar und nicht in eine Gesamtsumme hineingerechnet.
Ebenso offen steht, was aus Rechnungen allein nicht ableitbar ist. Ob ein Skonto tatsächlich gezogen wurde, steht nicht auf der Rechnung. Ob eine Lieferung pünktlich war, auch nicht. Ob ein Preis marktgerecht ist, erst recht nicht — dafür braucht es einen Vergleich außerhalb Ihres Bestands. Solche Fragen werden benannt und der jeweils nötigen Zusatzquelle zugeordnet, statt sie mit einer Schätzung zu beantworten.
- Sofort möglich — Die Daten liegen vor und sind direkt auswertbar.
- Nach Aufbereitung — Die Daten liegen vor, brauchen aber Normalisierung, etwa bei Einheiten und Artikelbezeichnungen.
- Braucht eine Zusatzquelle — Aus Rechnungen allein nicht ableitbar, etwa Zahlläufe oder Wareneingangsdaten.
- Nicht ableitbar — Steht nicht in den Belegen und wird auch nicht geschätzt.
Die Realisierungsgrade je Hebel sind bewusst vorsichtige Setzungen — sie stehen offen im Bericht neben dem rechnerischen Wert und werden im Ergebnistermin je Hebel begründet, nicht als Naturkonstante behandelt. Und Preisveränderungen über die 24 Monate werden nicht weggemittelt: Die Auswertung zerlegt sie in Preis-, Mengen- und Mix-Effekt und weist bei Preisvergleichen das Zeitfenster aus.
Lieber eine sichtbare Lücke als eine plausibel klingende, falsche Zahl. Eine falsche Zahl sieht autoritativ aus und hält Menschen davon ab nachzusehen.
Erst sehen, was war. Dann ordnen.
Die Analyse ist der erste Schritt, nicht der einzige. Sie zeigt, wo Ihr Geld hingeht — und liefert die Struktur, mit der Corlis danach arbeitet. Sehen Sie sich die Demo an oder sprechen Sie mit uns über Ihren Bestand.